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Jelena Issinbajewa: Berühmte Frauen Russland

Jelena Issinbajewa, eine „Königin der Pole Wölbung“

Jelena Issinbajewa

Jelena Gadschijewna Issinbajewa (russ. Елена Гаджиевна Исинбаева, engl. Transkription Yelena Isinbayeva, von ihr selbst verwendete Umschrift Yelena Isinbaeva; * 3. Juni 1982 in Wolgograd) ist eine russische Leichtathletin, die sich auf den Stabhochsprung spezialisiert hat. Sie wurde 2004 und 2008 Olympiasiegerin, 2006 Europameisterin sowie 2005 und 2007 Weltmeisterin. Issinbajewa verbesserte im Freien und in der Halle 27 Mal den Weltrekord (Stand: 28. August 2009) und übersprang als erste Frau eine Höhe von 5,00 Metern (22. Juli 2005). Ihr Vater, Gadschi Gadschijewitsch Issinbajew, gehört der kleinen Volksgruppe der Tabassaranen an. Bevor sie mit dem Stabhochsprung begann, hatte Issinbajewa eine Karriere als Kunstturnerin angestrebt.

Jelena Issinbajewa hat bei einer Körpergröße von 1,74 m ein Wettkampfgewicht von 65 kg.

Ihr erster großer internationaler Wettkampf waren die Junioren-Weltmeisterschaften in Annecy. Dort sprang sie 3,90 Meter und beendete den Wettkampf auf dem 9. Platz. 1999 wurde sie in Bydgoszcz Junioren-Weltmeisterin und verbesserte sich auf 4,10 Meter.

2000 wurde sie erneut Junioren-Weltmeisterin und steigerte sich auf 4,20 Meter. Im gleichen Jahr wurde der Stabhochsprung der Frauen olympische Disziplin.

2001 wurde Issinbajewa wieder Erste, diesmal bei den Junioren-Europameisterschaften. Sie gewann mit einer Höhe von 4,40 Meter. Im gleichen Jahr stellte sie beim Internationalen Stadionfest Berlin (ISTAF) mit 4,46 einen neuen Junioren-Weltrekord auf, der erst 2005 von der Deutschen Silke Spiegelburg um zwei Zentimeter verbessert wurde. Bei den Europameisterschaften 2002 in München wurde sie mit 4,55 Metern Zweite hinter ihrer Landsfrau Swetlana Feofanowa.

2003 steigerte sie sich erneut: Bei den Hallen-Europameisterschaften der unter-23-Jährigen gewann sie mit 4,65 Metern die Goldmedaille. Am 13. Juli 2003 sprang sie bei einem Leichtathletik-Meeting in Gateshead mit 4,82 Metern einen neuen Weltrekord. Aufgrund dieser Leistung war Issinbajewa die Topfavoritin für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2003 in Paris, doch sie wurde Dritte, hinter Swetlana Feofanowa und der Deutschen Annika Becker.

In Donezk stellte Issinbajewa mit 4,83 Metern einen neuen Hallenweltrekord auf, doch Feofanowa schnappte ihr diesen Rekord nur eine Woche später wieder weg und sprang dabei einen Zentimeter höher. Bei den Hallenweltmeisterschaften eroberte sich Issinbajewa den Weltrekord zurück und sprang 4,86 Meter. Sie gewann den Titel vor der Amerikanerin Stacy Dragila, Feofanowa wurde Dritte.

Am 27. Juni 2004 kehrte Issinbajewa nach Gateshead zurück und verbesserte ihren eigenen Weltrekord im Freien auf 4,87 Meter. Feofanowa steigerte sich daraufhin nochmals und sprang eine Woche später in Iraklio nochmals einen Zentimeter höher.

Feofanowas Rekord hielt nicht einmal drei Wochen, denn am 25. Juli eroberte sich Issinbajewa in Birmingham den Weltrekord zurück und sprang 4,89 Meter. Fünf Tage später erhöhte sie in London den Weltrekord auf 4,90 Meter.

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen war der Stabhochsprung-Wettbewerb der Frauen ein mit Spannung erwarteter Wettkampf. Das Duell Issinbajewa – Feofanowa ging in die entscheidende Runde. Am Ende eines spannenden Wettkampfs, bei dem Issinbajewa beinahe vorzeitig ausgeschieden wäre, scheiterte Feofanowa an der Höhe von 4,90 Metern. Issinbajewa stand damit als Siegerin fest. Doch sie hatte noch nicht genug und sprang mit 4,91 Metern neuen Weltrekord. Nach dem Sieg meinte Issinbajewa, dass die magische Grenze von 5 Metern wohl bald erreicht sein würde; sie habe diese Höhe im Training bereits mehrmals übersprungen.

Nur zehn Tage später, am 3. September beim Golden-League-Meeting in Brüssel, erhöhte sie den Weltrekord auf 4,92 Meter.

Auch im Jahr 2005 setzte Jelena Issinbajewa ihre Rekordjagd fort. Am 5. Juli steigerte sie in Lausanne ihren eigenen Weltrekord um einen Zentimeter auf 4,93 m. Am 16. Juli verbesserte sie diesen beim Super-Grand-Prix-Meeting der IAAF in Madrid auf 4,95 m. Am 22. Juli übersprang sie in London als erste Frau eine Höhe von 5,00 Metern (Sprunghöhen und Zahl der Versuche: 4,70/1; 4,80/1; 4.96/2, Weltrekord; 5.00/1 Weltrekord). Am 12. August stellte sie erneut einen Weltrekord auf: Bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2005 in Helsinki übersprang sie im Finale die 5,01 Meter im zweiten Versuch und wurde erstmals in ihrer Karriere Weltmeisterin, vor Monika Pyrek (POL, 4,60 m) und Pavla Hamáčková (CZE, 4,50 m).

Bei der Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaft 2006 in Moskau gewann sie die Goldmedaille, allerdings mit vergleichsweise "niedrigen" 4,80 Metern. Ebenfalls Gold mit 4,80 m gewann sie bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2006 in Göteborg. Bei einem Hallenmeeting in Donezk stellte sie mit 4,91 m einen neuen Hallenweltrekord auf.

Am 10. Februar 2007 stellte sie beim Hallenmeeting ebenfalls wieder in Donezk mit 4,93 m einen neuen Hallenweltrekord auf und verbesserte ihre eigene Rekordmarke aus dem Vorjahr. Im April erhielt sie den Laureus World Sports Award als Weltsportlerin des Jahres. In Ōsaka wurde sie am 28. August 2007 zum zweiten Mal nach Helsinki 2005 Weltmeisterin im Stabhochsprung. Einen neuen Weltrekord (5,02 m) verfehlte sie in drei Versuchen. Am 16. September scheiterte sie beim Meeting in Berlin in drei Versuchen an der Höhe von 5,02 Metern. Darauffolgend im September gewann sie bei den Leichtathletik-Meetings den Jackpot über 500.000 US-Dollar.

Am 16. Februar 2008 konnte Issinbajewa beim Hallenmeeting in Donezk einen erneuten Hallenweltrekord von 4,95 m aufstellen. Am 8. März 2008 wurde sie in Valencia mit der Siegeshöhe von 4,75 Metern zum vierten Mal Hallenweltmeisterin. Bei der Golden Gala in Rom gelang ihr nach fast drei Jahren wieder ein Freiluft-Weltrekord, als sie am 11. Juli 5,03 Meter übersprang. Am 29. Juli stellte sie beim Meeting in Monaco mit 5,04 Metern einen weiteren neuen Weltrekord auf. Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking war sie bereits nach zwei geglückten Versuchen über 4,70 Meter und 4,85 Meter Olympiasiegerin, danach verbesserte sie zuerst den Olympischen Rekord auf 4,95 Meter und dann den Weltrekord auf 5,05 Meter, wobei sie die beiden Rekordhöhen erst im jeweils dritten Versuch überquerte. Nach 2004 in Athen erreichte sie auch bei ihrem zweiten Olympiasieg einen neuen Weltrekord. Am 24. November wurde sie zum dritten Mal zur Leichtathletin des Jahres gekürt zusammen mit dem Leichtathleten des Jahres Usain Bolt.

Am 15. Februar 2009 verbesserte sie beim Hallenmeeting in Donezk gleich zweimal den Hallenweltrekord. Sie übersprang 4,97 m, ehe sie sich auf 5,00 m verbesserte. Am 27. Mai erhielt sie zum zweiten Mal nach 2007 den Laureus World Sports Award als Weltsportlerin des Jahres. Am 17. August schied sie bei der Leichtathletik-WM in Berlin ohne eine gültige Höhe im Finale aus. Am 28. August stellte sie beim IAAF-Golden-League-Meeting Weltklasse Zürich einen neuen Weltrekord auf und übersprang 5,06 Meter. Am 2. September 2009 erhielt sie den Prinz-von-Asturien-Preis in der Kategorie Sport. Am 4. September 2009 gewann sie beim Meeting Memorial Van Damme in Brüssel auch das letzte aller sechs Meetings der IAAF Golden League und damit den Jackpot in Höhe von 333.333,33 US-Dollar.


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